Flossbach von Storch - Der erste Schritt.

Ab jetzt tut es Sparern richtig weh.

Sicherheit ist vielen Sparern besonders wichtig. Deshalb legen sie ihr Geld auf Zinskonten. Aber lässt sich der Vermögenswert so tatsächlich erhalten?

Die Liebe der Deutschen zum Sparbuch scheint ungebrochen: Im vergangenen Jahr stieg das Geldvermögen der Deutschen nach Angaben der Bundesbank auf mehr als 2,3 Billionen Euro. Dass es auf dem Sparbuch angesichts fallender Zinsen immer weniger zu verdienen gibt, ist vielen Sparern offenbar egal: Auf dem Sparbuch liege das Geld zumindest sicher, heißt es oft.

Inflation frisst Kaufkraft

Grafik Kaufkraftverlust

Aber warum verschließen so viele Sparer die Augen davor, dass das Geld, sobald es auf dem Sparbuch liegt, mittlerweile real an Wert verliert? Eine Vermutung könnte sein, dass viele Deutsche schlicht nicht wissen, was sie mit ihrem Geld tun sollen. Sie fürchten wahrscheinlich, bei der Geldanlage einen Fehler zu machen. Sie entscheiden sich dann dafür, das Geld so zu sparen, wie sie es von Kindesbeinen auf gelernt haben: auf dem Sparbuch oder auf dem Festgeldkonto.

Doch jetzt könnte vielen Deutschen tatsächlich klar werden, dass ihr Geld dort an Wert verliert. Warum gerade jetzt? Die Inflation hat im vergangenen Jahr deutlich angezogen und lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland bei 1,8 Prozent. Mithin der höchste Anstieg seit fünf Jahren! Im März 2018 betrug sie 1,6 Prozent. Und weil es auf dem Sparbuch – wenn überhaupt – nur noch etwas mehr als null Prozent gibt, verliert das Geld an Wert. Und die Sparguthaben der Deutschen jedes Jahr an Kaufkraft. Hinzu kommt: In den vergangenen Jahren sind die Preise für Vermögenswerte wie Immobilien deutlich stärker gestiegen als die Preise für Dinge des alltäglichen Bedarfs. Das bedeutet: Je länger Sparer ihren Zinskonten treu bleiben, desto schwerer wird es ihnen wohl fallen, sich später einmal ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen.

Staaten bauen Schulden ab – auf Kosten der Sparer

Aber wenden wir uns noch einmal der Inflation zu und schauen, wie diese in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, Staatsschulden zu senken. Ein gutes Beispiel liefern die USA nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Damals lastete auf dem US-Haushalt ein gigantischer Schuldenberg: Der amerikanische Staat stand mit einer Schuldenquote von 120 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) bei seinen Gläubigern in der Kreide. Und innerhalb von zehn Jahren war dieser riesige Schuldenberg auf 60 Prozent des BIP geschrumpft. Unglaublich? Aber wahr.

Die Erklärung dieses „Tilgungsturbos“ ist ganz einfach: Zum einen verzeichnete die US-Wirtschaft zehn Jahre lang ein sehr hohes Nominalwachstum, das vor allem durch Inflation getrieben wurde. Zum anderen kontrollierte damals die amerikanische Notenbank die Zinskurven aktiv. Der Clou: Die Zinsen, die der amerikanische Staat Anleihekäufern damals zahlte, reichten bei weitem nicht aus, um die Inflation auszugleichen. Dadurch verlor der durchschnittliche amerikanische Sparer in dieser Zeit jedes Jahr rund zwei Prozent Kaufkraft. Letztlich baute der US-Staat auf Kosten der Sparer seine Schulden ab.

Auch heute: Zins niedriger als Inflation

Das war vor mehr als 60 Jahren, das Rezept funktioniert aber auch heute noch. Denn wenn wir in die Gegenwart schauen, zeigt sich zumindest mit Blick auf die Schulden in vielen Volkswirtschaften ein ähnliches Bild: Viele Staaten in der Eurozone kämpfen mit hoher Verschuldung. Für Griechenland schätzt die Europäische Kommission eine Verschuldung von knapp 178 Prozent des BIP in 2018, für Italien sollen es 131 Prozent und bei Spanien und Frankreich sollen es 97 Prozent sein.

Auch bei den Zinsen und der Inflation gibt es Verhältnisse, die den US-Verhältnissen aus der Vergangenheit ähneln: Die Europäische Zentralbank verfolgt eine Politik extrem niedriger Zinsen, gleichzeitig strebt sie eine Inflation von zwei Prozent an. Das ist gerade für die hoch verschuldeten europäischen Staaten überlebenswichtig, um die Schuldenlast auf Dauer finanzieren zu können. Für Zinssparer hat das langfristig dramatische Auswirkungen. Ihre Sparvermögen verlieren an Wert, die Kaufkraft des Ersparten sinkt.

Anleger können den ersten Schritt wagen…

Zum Glück muss aber kein Sparer über Nacht zum Aktionär werden, um etwas für den Erhalt des eigenen Vermögens zu tun. Ein erster Schritt weg vom nahezu zinslosen Sparbuch hin zu einem Fonds kann schon eine Lösung sein, mit deren Hilfe die Kaufkraft des angelegten Vermögens erhalten bleiben kann. Das wäre doch schon ein guter Anfang. Und vielleicht hilft der Blick in die amerikanische Geschichte, deutsche Sparer vor einem ähnlichen Schicksal wie dem der US-Sparer vor mehr als 60 Jahren zu bewahren.

Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch

Flossbach von Storch
Flossbach von Storch einer der größten bankenunabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland – und befindet sich nach wie vor im Eigentum der Gründer Bert Flossbach und Kurt von Storch und leitenden Angestellten. Mehr als 180 Kolleginnen und Kollegen kümmern sich um ein Vermögen von mittlerweile mehr als 35 Milliarden Euro.

www.flossbachvonstorch.de, www.derersteschritt.de, Fondsprofil Der erste Schritt

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01.08.2018


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