Investmentsteuerreform 2018

Was Sie beachten sollten

Das Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG) wurde im letzten Jahr von Bundestag und Bundesrat beschlossen. Ziele der gesetzlichen Änderungen sind beispielsweise eine steuerliche Gleichbehandlung von in- und ausländischen Investmentfonds (Anpassung an EU-Recht), die Vermeidung von Steuergestaltungen sowie die Verringerung des Aufwands zur Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen.

Die Fakten auf einen Blick:

  • Steuerpflicht auf Fondsebene in Höhe von 15% auf inländische Dividenden und Immobilienerträge mit Kompensation durch eine sogenannte pauschale Teilfreistellung auf Anlegerebene.
  • Bei Aktienfonds 30% (dauerhafte Aktienquote >51%), Mischfonds 15% (dauerhafte Aktienquote >25%), bei offenen Immobilienfonds 60% (bei Auslandsanteil >51% - 80%)
  • Einführung einer steuerlichen Vorabpauschale auf Anlegerebene, wenn der Fonds keine oder eine nicht ausreichend hohe Ausschüttung vornimmt.
  • Für ab 01.01.2018 auflaufende Veräußerungsgewinne aus vor 2009 gekauften Anteilen wird ein Freibetrag von 100.000 Euro eingeführt.
  • Aufgelaufene Gewinne bis 31.12.2017 bleiben bei diesen „Altanteilen“ weiterhin steuerfrei.
  • Alle Fonds haben zum 31.12.2017 ein steuerliches „Rumpfgeschäftsjahresende“ mit Auswirkung auf den benötigten Freistellungsauftrag in 2017. Teilweise nehmen die Fonds noch Zwischenausschüttungen in 2017 vor.
  • Ab 01.01.2018 gibt es keine Zwischengewinnbesteuerung mehr.

Einen umfassenden Überblick zur Investmentsteuerreform 2018 finden Sie in der Informationsbroschüre des Fondsverbandes BVI .

Gut zu wissen:
Viele Fondsgesellschaften werden im Herbst Sonderausschüttungen vornehmen. Möglicherweise reichen bestehende Freistellungsaufträge dieses Jahr nicht aus. Überprüfen Sie aus diesem Grund bereits vorab die Verteilung Ihrer Freistellungsaufträge.



Bitte beachten: Rechtliche Hinweise