Damit Sie Ihre Steuerangelegenheiten schnell selbst regeln können.

Zum Freistellungsauftrag und Ihrer Steuerbescheinigung.

Wird auch Ihr Freistellungsauftrag ungültig?
Betroffen sind alle vor dem 01.01.2011 gestellten Freistellungsaufträge.

Der Gesetzgeber schreibt seit dem 01.01.2011 zwingend die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer auf dem Freistellungsauftrag vor. Alle erteilten Freistellungsaufträge – ohne Steuer-Identifikationsnummer – werden ab dem 01.01.2016 ungültig.

Das heißt für Sie:
Datiert Ihr Freistellungsauftrag noch aus dem Jahr 2010 oder älter und haben Sie uns Ihre Steuer-Identifikationsnummer noch nicht mitgeteilt? Dann benötigen wir Ihre Steuer-Identifikationsnummer. Diese können Sie uns gerne bis zum 30.12.2015 schriftlch mitteilen.

Haben Sie uns nach dem 01.01.2011 einen Freistellungsauftrag unter Angabe Ihrer Steuer-Identifikationsnummer zukommen lassen, müssen Sie nicht tätig werden. Diese Freistellungsaufträge behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Unsere Kontaktdaten:
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
71630 Ludwigsburg
Telefon: 07141 16 75 16 75 (Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr)
Fax: 07141 16 75 53 67

Wann benötige ich einen Freistellungsauftrag?
Bis zu 1.602 EUR (Ehegatten) bzw. 801 EUR (Alleinstehende) können Sie Ihre jährlichen Kapitalerträge vom Steuerabzug freistellen lassen. Reichen Sie uns Ihren Freistellungsauftrag bitte bis zum 15.12. ein, damit wir ihn noch für das laufende Kalenderjahr berücksichtigen können.

Wann benötige ich eine Steuerbescheinigung?

  • Wenn Ihre Erträge höher sind als der uns erteilte Freistellungsauftrag.
  • Wenn sich unter den für Sie verwahrten Wertpapieren auch ausländische thesaurierende Investmentfonds befinden.
  • Wenn eine von uns erstellte Wertpapierabrechnung einen Quellensteuerbetrag ausweist.

Wenn Sie bereits eine Steuerbescheinigung angefordert haben, erhalten Sie die diese künftig automatisch. Wir versenden die Bescheinigungen ab Anfang März des Folgejahres.

Hinweise zum Kirchensteuerabzug ab 2015
Für Kirchenmitglieder führen wir ab 2015 die Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer automatisch an das Finanzamt ab, sofern die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag (Ledige: 801 EUR, Zusammenveranlagte: 1.602 EUR) übersteigen. Zur Vereinfachung fragen wir Ihre Religionszugehörigkeit jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) ab.

Möchten Sie nicht, dass das BZSt Ihre Religionszugehörigkeit verschlüsselt übermittelt, können Sie der Datenweitergabe bis zum 30.06. eines Jahres widersprechen (www.formulare-bfinv.de, „Kirchensteuer“). Ein bereits beantragter Sperrvermerk gilt bis zu seinem Widerruf, wir führen dann keine Kirchensteuer ab. Im Folgejahr sind Sie dann zur Abgabe einer Steuererklärung zur Erhebung der Kirchensteuer verpflichtet.

Wenn die Erklärung für 2016 wirksam werden soll, muss sie dem BZSt spätestens am 30. Juni 2015 vorliegen.

Anschrift:
Bundeszentralamt für Steuern
11055 Berlin
Telefon: 0228-406-1200

Folgen Ihrer Sperrvermerkerklärung

  • Das BZSt gibt bis zu Ihrem Widerruf kein Kirchensteuermerkmal an die anfragenden Kreditinstitute weiter.
  • Wir führen – wie alle anderen Kreditinstitute - keine Kirchensteuer mehr für Sie ab.
  • Das BZSt meldet Ihre Sperre Ihrem zuständigen Finanzamt und informiert es über unsere und Anfragen weiterer Kreditinstitute.
  • Ihr Finanzamt wird Sie dazu auffordern, eine Kirchensteuererklärung abzugeben.


Hinweis: Automatischer Informationsaustausch zur Kirchensteuer
Wir sind gesetzlich verpflichtet, Sie über den anstehenden Informationsaustausch zur Kirchensteuer zu unterrichten. Für Mitglieder einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft führen wir Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Dies gilt jedoch nur, sofern Ihre Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag (Ledige: 801 EUR, Zusammenveranlagte: 1.602 EUR) übersteigen oder Sie uns keinen Freistellungsauftrag erteilt haben. Der Kirchensteuersatz beträgt in Baden-Württemberg und Bayern 8 Prozent, in den übrigen Bundesländern 9 Prozent als Zuschlag zur Kapitalertragsteuer von 25 Prozent. Kapitalerträge als Teil des Einkommens waren auch bisher kirchensteuerpflichtig, es handelt sich also nicht um eine neue Steuer.

Um den Kirchensteuerabzug vornehmen zu können, sind wir gesetzlich verpflichtet, Ihre Religionszugehörigkeit in Form eines verschlüsselten Kennzeichens beim Bundeszentralamt für Steuern abzufragen. Das sogenannte Kirchensteuerabzugsmerkmal (KiStAM) gibt Auskunft über Ihre Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft und den geltenden Kirchensteuersatz. Die Abfrage erfolgt einmal jährlich zwischen dem 1. September und 31. Oktober.

Ihr Vorteil: Ihre Kirchensteuerpflicht für Kapitaleinkünfte ist damit komplett abgegolten. Weitere Angaben in der Steuererklärung entfallen.

Wenn Sie nicht möchten, dass das Bundeszentralamt für Steuern Ihre Kirchensteuerdaten verschlüsselt übermittelt, können Sie der Datenweitergabe bis zum 30.06. eines Jahres widersprechen. Ihren Widerspruch richten Sie bitte direkt an das Bundeszentralamt für Steuern. Das amtlich vorgeschriebene Formular dafür finden Sie auf www.formulare-bfinv.de als „Erklärung zum Sperrvermerk“ unter dem Stichwort "Kirchensteuer". Das Bundeszentralamt für Steuern sperrt dann die Übermittlung Ihres Kirchensteuerabzugsmerkmals. Wenn Sie der Datenweitergabe bereits widersprochen haben, brauchen Sie den Widerspruch nicht erneut einzulegen. Ein Widerspruch gilt bis zu seinem Widerruf. Wir werden daraufhin keine Kirchensteuer für Sie abführen.

Das Bundeszentralamt für Steuern meldet den Widerspruch dann Ihrem Finanzamt. Kirchenmitglieder werden von dort zur Abgabe einer Steuererklärung für die Erhebung der Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer aufgefordert.

Rechtsgrundlage für dieses Verfahren: § 51a Abs. 2c, 2e Einkommensteuergesetz; Kirchensteuergesetze der Länder

Bestellen Sie Ihre Steuerbescheinigung der Wüstenrot Bank. In den kommenden Jahren erhalten sie diese dann automatisch.

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